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Jugend trainiert für Olympia – 2018 Berlin

Am 23.09. verließen wir, der neuformierte Achter und der Doppelvierer der Wettkampfklasse III des Willigis Gymnasiums, unser schönes Mainz und machten uns auf den Weg zum Herbstfinale von Jugend trainiert für Olympia (JtfO) 2018 nach Berlin. Der Vierer um Benedict, Philipp, Tobias, Maximilian mit Steuermann Leonard nahm den Zug und der Achter um Jan-Philipp, Luca, Benjamin, Nicolas, Florian, Konstantin, Andy und Philipp den Weg auf der Autobahn auf sich. Grund hierfür war, dass der Achter am Schüler-Achter-Cup der Deutschen Ruderjugend teilnahm, einem Zusatzwettbewerb, der aber nicht zum offiziellen JtfO Programm gehört. In Berlin angekommen hatten wir zunächst einen entspannten Abend, bevor es am nächsten Tag früh morgens zum Training bei extrem stürmischen Bedingungen auf die Olympia-Regattastrecke von 1936 ging. Nach einer witterungsbedingt kürzeren Einheit hatten wir einen freien Nachmittag. Wir nutzten die Gelegenheit, uns die Stadt anzuschauen. Zunächst gingen wir mit Herrn Müller, der uns die wichtigsten politischen Gebäude sowie weitere Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger-Tor, aber auch das Holocaust Mahnmal zeigte. Als wir mit der S-Bahn am Abend alle wieder in unserer Unterkunft ankamen, begann die Anspannung unter den Neulingen zu wachsen.
Am Dienstag war es dann so weit. Morgens starteten die ersten Vorläufe. Der Vierer musste zuerst die 1000m Strecke bestreiten. Ihm gelang vom Start weg ein gutes Rennen, wo auch der „Krebs“ (hier bleibt das Ruder im Wasser hängen, was so nicht geplant ist) des Bugmannes keinen negativen Einfluss hatte. Unbeirrt sicherte sich die Mannschaft um Schlagmann Benedict das Halbfinalticket. Als vorletztes Rennen war am frühen Nachmittag der Achter dran. Bei immer noch sehr frisch anhaltendem Wind konnte die Mannschaft sich zusammenfinden und erste Rennerfahrung sammeln. Mit einem sechsten Platz im Bahnverteilungsrennen musste er sich jedoch im Finale mit der windanfälligen Außenbahn begnügen. Nach dem Rennen wurde die Zeit abermals für eine Fahrt in die Stadt genutzt. Erholung stand auf dem Programm. Am nächsten Tag waren wir morgens als erste auf dem Wasser, um uns wach zu rudern. Dann standen morgens die Halbfinals an, wo auch der WK III-Vierer ran musste. Dieser war jedoch deutlich geschwächt. Benedict, der schon vor Berlin eine Bänderdehnung im Fuß hatte, und Tobias, der durch einen Infekt angeschlagen war, bedeuteten auf keinen Fall die besten Voraussetzungen. Die Mannschaft setzte jedoch alles daran, trotzdem ein gutes Resultat abzuliefern, und lag bis Streckenmitte auch auf einem sehr guten Finalkurs. Es passierte jedoch wieder ein Missgeschick, ein sogenannter „Krebs“, der die Mannschaft weit zurückwarf. Diesen Rückstand konnten sie auch nicht durch einen sehr guten Endspurt wettmachen. Zwei Stunden später war der Vierer dann wieder gefordert. Im kleinen Finale kämpften sie um eine gute Endplatzierung. Vom Start kamen sie diesmal sehr träge weg, kämpften sich während den ersten 500m aber wieder ran. Dann fing sich die schon verunsicherte Mannschaft wieder einen Krebs, der am Ende eine bessere Platzierung als den 12. Platz verhinderte. Jedoch muss man sagen, dass diese Leistung des 4ers unter allen deutschen Schulen, trotzdem ein starkes Ergebnis war. Im letzten Rennen war dann der Achter dran. Hier mussten wir aber klar die sehr starke Leistung der anderen anerkennen und uns mit dem 6. Platz gegen die Sportschulen mit bis zu acht Leistungssportlern in einem Boot zufriedengeben. Mit Blick auf die kurzfristige Zusammenstellung der Mannschaft ist das aber auch ein sehr annehmbares Ergebnis, was Türen für das nächste Jahr öffnet. Einen sehr guten Abschluss fand die Woche dann in Berlin mit der Abschlussfeier und Siegerehrung in der Max-Schmeling-Halle. Hier wurden alle Sieger nochmal geehrt, so auch der Mädchen 4er der Wettkampfklasse II der Maria Ward-Schule, die einen historischen 3. Platz erruderten.
Nach einem guten Abendessen ging es mehr oder weniger auf direktem Weg zurück ins Hostel bzw. den Ruderverein. Am nächsten Tag hieß es dann auch bereits Abschied nehmen, und früh morgens traten wir die Heimreise an, im Gepäck tolle Erfahrungen für die Anfänger, aber auch für die Sportler, die den Sport bereits seit Jahren leistungsmäßig betreiben.
Ein großes Dankeschön möchten wir an Herrn Müller richten! Ich spreche da im Namen aller Ruderer des Willigis, dass er uns zum diesjährigen Bundesfinale begleitet hat. Ebenso aber auch ein riesengroßes Dankeschön an Frau Loch von der Maria Ward-Schule, die uns trainiert und auf die Wettkämpfe vorbereitet hat und vielleicht auch als Türöffner für eine stärkere Zusammenarbeit der beiden Schulen dienen kann.

Jan-Philipp Ott

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