Budapest in Mainz – Ein Erasmus+-Austausch –
Von Dienstag, dem 26. Mai 2026, bis Dienstag, dem 02. Juni 2026, fand der lang ersehnte Gegenbesuch der ungarischen Austauschschülerinnen- und schüler, organisiert von Frau Kreer, in Mainz statt.

Nach einer mehrstündigen Verspätung des Zuges, trafen die ungarischen Gäste spätabends am Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens ein. Dort warteten die deutschen Gastfamilien mit Frau Kreer, um die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Begleitung Frau Pál in Empfang zu nehmen. Aufgrund der starken Verspätung des Zuges, waren keine weitere Aktivitäten an diesem Tag mehr möglich. Am nächsten Morgen starteten unsere Gäste nach einem kleinen Frühstück bei den Gastfamilien in den Tag. Zunächst begleiteten uns die Austauschschülerinnen- und schüler mit in den aktuellen Unterricht. Nach einer Mittagspause in unserer Mensa, nahmen die Gastschülerinnen- und schüler an einer Stadtralley durch Mainz teil. So hatten sie die Möglichkeit, Mainz zu erkunden und Neues kennenzulernen. Abends besuchten die an dem Austausch Teilnehmenden den von dem Deutschstammkurs der elften Klasse organisierten Buchvorstellungsabend „Zwischen den Zeilen“. Nach Beendigung der Veranstaltung fand der erste richtige Tag gemütlich sein Ende bei den Gastfamilien.
Der nächste Tag startete manchen nach den anstrengenden zwei Vortagen sicherlich zu früh. Um acht Uhr trafen wir uns im Foyer der Schule mit Frau Pál, um gemeinsam mit dem Zug, welcher einigermaßen pünktlich kam, nach Frankfurt zu fahren. Dort besichtigten wir das Goethehaus und das Deutsche Romantikmuseum. Im Anschluss an diese spannende Unternehmung, besuchten wir die Aussichtsplattform des Main Towers. Dank schönem Wetters konnte man die Aussicht genießen und man hatte einen großartigen Blick über Frankfurt. In der Paulskirche machten wir einen weiteren kulturellen Zwischenstopp, um anschließend am Mainufer und auf der Zeil zu flanieren.
Freitags startete der Tag erneut mit Unterricht für alle. Daraufhin besuchten unsere ungarischen Gäste mit einem Teil der deutschen Gruppe das ZdF. Dort hatten sie die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Fernsehproduktionen zu schauen. Danach hatten wir den restlichen Tag frei.
Am Samstag fuhren wir in Begleitung von Frau Pál, Frau Kreer und ihrem Pudel mit dem Zug nach Rüdesheim. Von dort aus schipperten wir mit einem Ausflugsdampfer den Rhein entlang in Richtung St. Goarshausen. Obwohl das Wetter an diesem Tag nicht sonderlich schön war, war es der Tag umso mehr. In St. Goarshausen angekommen, wanderten wir nach einer kurzen Pause die dortigen Felsen hoch. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt des Loreleyfelsens kamen wir an einer Sommerrodelbahn vorbei, bei welcher wir selbstverständlich Halt machten und entweder allein oder zu zweit den Hang hinunter schlitterten. Dabei wurden Geschwindigkeiten von über 30km/h erreicht. Nach dieser aufregenden Aktivität setzten wir unseren Weg weiter fort und erreichten unser Ziel. Wir hatten es endlich geschafft! Die Aussicht war wundervoll und schien die perfekte Belohnung für den Aufstieg zu sein. Nach einem kurzen Verschnaufen machten wir uns wieder auf den Weg nach unten. Leider liefen manche in die falsche Richtung, sodass wir unseren Anschlusszug verpassten und eine Stunde auf den nächsten Zug warten mussten. Trotz einiger Verspätung und dem anstrengenden Tag, trafen sich viele der Schülerinnen und Schüler abends nochmals, um zusammen den Abend ausklingen zu lassen. So endete ein sehr schöner Tag.
Die letzten drei Tage des Austauschs vergingen wie im Flug. Sonntags stand kein von der Schule geplantes Programm an, sodass der gesamte Tag zur freier Verfügung stand. Montags begleiteten uns unsere Gäste erneut mit in den Unterricht, um anschließend die Chagall-Fenster der St. Stephanskirche zu bestaunen. Nach einer wohlverdienten Mittagspause nahmen die ungarischen Schülerinnen und Schüler an einem Druckworkshop teil. Nachmittags begab sich die Gruppe an das Rheinufer, um am „Stadtstrand“ Volleyball zu spielen. So fand der Austausch einen gemütlichen Abschluss, da am nächsten Morgen schon die Heimfahrt stattfinden sollte. Alles in allem war der ungarische Gegenbesuch hier in Mainz ein voller Erfolg. Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern wurden gestärkt, wodurch ein wichtiger Teil zur internationalen Verständigung im Kleinen beigetragen wurde. Unterschiede wurden kennen und schätzen gelernt, aber auch weitere Gemeinsamkeiten wurden gefunden.
Geschrieben von Johann Blechert