» zurück zu allen Beiträgen

Erasmus+: Austausch nach Remiremont

Vom 05.05. bis zum 11.05. waren wir, also 12 Schüler des Willigis-Gymnasiums und der Willigis-Realschule in Begleitung von Frau Dr. Rehm-Grätzel und Herrn Krams, in der französischen Kleinstadt Remiremont zu Gast. Dort waren wir im Internat der Jeanne d’Arc-Schule untergebracht, wo wir freundlich empfangen und aufgenommen wurden.

Dienstag:
Am ersten Tag unserer Reise machten wir auf der Hinfahrt einen mehrstündigen Zwischenstopp in Nancy. Dort durften wir uns dann frei bewegen, sodass wir viel Zeit und Gelegenheit fanden, uns die Stadt anzusehen. Danach ging es direkt weiter mit dem Zug nach Remiremont, wo uns nach unserer Ankunft die Schule und das Internat vorgestellt wurden.

Mittwoch:
Am darauffolgenden Tag besuchten wir einen Workshop, in dem wir gemeinsam mit den französischen Schülern die von ihnen selbsterdachten Spiele gespielt haben, die sich um das Thema Nachhaltigkeit drehten. Danach haben wir eine Führung durch das örtliche Rathaus bekommen, wobei wir viel Interessantes über die Geschichte des Ortes, auch in Verknüpfung mit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, gelernt haben. Anschließend durften wir uns noch frei in der Stadt bewegen und diese erkunden.

Donnerstag:
An diesem Tag hatten wir die ganz besondere Ehre, am Schulalltag der Franzosen teilzunehmen und besuchten den Unterricht in verschiedenen Klassen. Nach dem Mittagessen in der Schulmensa folgte ein spannender Workshop mit einigen älteren französischen Schülern zum Thema ökologisch-nachhaltige Ernährung, abgerundet durch ein typisch französisches „Goûter”. Danach hatten wir abermals Freizeit, um Remiremont zu erkunden, worauf wir uns im Anschluss schon auf den nächsten Tag vorbereiteten, an dem wir eine besondere Rolle bei einer wichtigen Veranstaltung spielen sollten…

Freitag:
Am Freitagmorgen machten wir uns auf den Weg zum Platz vor der städtischen Mediathek. Dort sollte eine alljährliche Gedenk-Veranstaltung anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges und der Kapitulation Deutschlands stattfinden. Wir hatten die große Ehre, als erste Deutsche überhaupt anlässlich dieser Gedenkfeier eine Rede zur deutsch-französischen Freundschaft halten zu dürfen. Die Veranstaltung war für uns sehr beeindruckend, zumal wir aus Deutschland solche öffentlichen Veranstaltungen mit Imposanz, gehissten Länderflaggen und anwesendem Militär gar nicht kannten. Nach einer Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten und auf dem amerikanischen Militärfriedhof, ging es zum Umtrunk ins Rathaus. Dort wurde jeder Einzelne vom Bürgermeister per Handschlag begrüßt.

Der Nachmittag gehörte der Natur: Gemeinsam mit Schülern und Lehrkräften der Partnerschule wanderten wir zum Fort du Parmont. Unterwegs machten wir Halt für ein gemütliches Picknick, bevor wir den Nachmittag mit Frisbee, dem Spiel „Werwölfe“ und anderen Spielen genossen. Abends ließen wir den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen mit einigen Schülern des Internats noch gemütlich ausklingen.

Samstag:
Nach einer Runde Hallenfußball, inklusive Länderspiel “Deutschland gegen Frankreich” am Vormittag, Crêpes essen im Restaurant und freier Zeit in Remiremont, folgte am Nachmittag ein faszinierender Workshop zum Thema Bienen mit Emmanuel Jublin und seinem Verein „Raconte-moi les abeilles“, in dem wir alles von der Bestäubung von Blüten bis hin zum Schleudern von Honig lernten. Diesen empfanden wir als sehr interessant, da der Verein alles sehr interaktiv und schülerfreundlich gestaltet hatte. Den Abend verbrachten wir mit Lasagne, Salat und Gesellschaftsspielen im Internat.

Sonntag:
Nach einem Brunch erkundeten wir einen Trimm-dich-Pfad in der Nähe von Remiremont. Nachmittags dann sahen wir gemeinsam den Naturfilm „Le Chant des Forêts” im Kino, bevor ein üppiges Buffet mit französischen Spezialitäten den letzten gemeinsamen Abend abrundete.

Montag:
Am Morgen hieß es Abschied nehmen – mit vielen Erinnerungen, ein paar Brocken mehr Französisch und dem festen Wunsch: Bis zum nächsten Mal!

Geschrieben von Moritz Stahl, Leon Cunrath und Luca Marrella

Geschrieben am in