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20 Jahre Taizé

Seit 20 Jahren bietet das Willigis jedes Jahr über Christi Himmelsfahrt eine Fahrt nach Taizé an. Dieses Jahr war es die bisher größte Fahrt mit insgesamt 32 Personen. Als wir am Mittwoch mit unseren Zelten angekommen sind, konnte noch keiner den Regen und Hagel vorhersehen. Zum Glück haben es bis auf ein Zelt alle überstanden.

Ein typischer Tagesablauf sieht so aus: Morgens um 7:30 Uhr steht man auf und macht sich fertig für den Gottesdienst um 8:00 Uhr. Taizé ist ein äußerst religiöser Ort, der Tagesablauf besteht aus drei Gottesdiensten und mindestens einer Bibeleinführung. Was es aber so anders macht, ist, dass dort vor allem junge Leute nach Gott suchen.

Nach dem Gottesdienst gibt es um 9:00 Uhr Essen. Das Essen ist immer sehr simpel gehalten: Zum Frühstück gibt es Brot, Butter, zwei Schokostücke und einen Tee oder Kakao. Die Schlangen zum Essen sind lang, aber zum Glück hat unser Pfarrer uns das „aktive Anstehen“ beigebracht. Wenn sich beim Rewe die zweite Kasse öffnet, muss man schließlich auch schnell genug an der neuen Kasse sein. Dadurch haben wir uns häufiger auch ein zweites Frühstück genehmigt.


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Nach dem Frühstück gibt es eine Bibeleinführung. Da man diese mit Gleichaltrigen verbringt, lernt man neue Freunde und auch ein paar exklusive Taizé-Spiele kennen(z.B. den Taizé Twister). Nach einer kurzen, halbstündigen Pause folgt das Mittagsgebet. Wichtig über diese Gebete zu wissen ist, dass sie hauptsächlich aus Gesängen bestehen und es eine fünfminütige Stillephase gibt. Bei dem darauffolgenden Mittagessen kontrollieren sie, wie auch beim Abendessen, leider, ob man schon eine Portion hatte.

Danach hat man sehr viel Freizeit. In dieser Zeit kann man Gesänge üben, Karten spielen, den „See der Stille“ oder den Oyak (Kiosk) besuchen oder Gitarre spielen. Es gibt auch eine Arbeitszeit, bei der ich zum Beispiel Picknicks eingepackt habe. Um ehrlich zu sein, haben wir dabei aber mehr Spaß als Arbeit gehabt. Die Teepause danach tut auf jeden Fall gut. Nach einer weiteren Pause kommen das Abendessen und das Abendgebet. An Samstagen gibt es beim Gebet etwas ganz Besonderes: Bei der Nacht der Lichter bekommt jeder eine Osterkerze. Die gesamte Kirche erstrahlt dann in einem wunderschönen Licht, das Hoffnung und Freude schenkt. Nach dem Abendgebet ist das offizielle Tagesprogramm zu Ende ist. Die Zeit danach nutzten viele, um Party am Kiosk zu machen, aber ich blieb lieber in der Kirche und lauschte bis Mitternacht den schönen Gesängen.


Wir hatten auch einige Geburtstagskinder dabei. Ich hoffe, sie feiern jetzt noch einmal schön.

Das Ende des Berichts möchte ich nutzten, um Herrn Busch für das jahrelange Organisieren zu danken.

Geschrieben von Mika J. Memmesheimer

Geschrieben am in