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Umfrage über den neuen Papst – „Lernen am anderen Ort“

Sowohl am 08.05.13 als auch am 14.05.13 gingen die Neuntklässler des katholischen Religionunterrichts in Begleitung ihrer Lehrerin (Fr. May) gemeinsam zum Schillerplatz, um dort in Kleingruppen an Passanten ein paar Fragen bezüglich des neuen Papstes zu stellen. Gefragt wurden allgemeine Fragen (z.B. Alter, Herkunft von Franziskus) aber auch Fragen, die individuell beantwortet werden mussten. Diese betrafen die persönliche Meinung, das Interesse am Papst und die Bewertung seines öffentlichen Auftretens.
Unsere Erfahrungen bei der Umfrage waren eher positiv. Etwa die Hälfte der Befragten hatten akzeptable Antworten, die andere Hälfte wusste mittelmäßig bis wenig Bescheid. Vor allem fiel uns auf, dass hingegen unserer Erwartungen gerade viele ältere Menschen keinerlei Kenntnis über den Papst hatten oder zu keinem Interview bereit waren. Die jungen Leute kannten sich zwar oft aus, waren aber, wenn sie kein Interview führen wollten, meist unfreundlich. Kaum jemand kannte andere Kardinäle, die Herkunft des neuen Papste oder das Datum seines Amtsantritts. Vereinzelt kamen Antworten wie „Ich bin nicht von hier“, „Der Papst kommt aus dem Senegal“, aber ab und zu trafen wir auch richtige Kenner – sie konnten alle gestellten Fragen spontan souverän beantworten und bewiesen auch Hintergrundwissen.

Papstumfrage_05.2013

(die Schüler des kath.Reliunterrichts der Klassen 9a/b bei Fr. May)

Was die Schüler sehr betroffen machte war, dass kaum jemand auch nur ansatzweise wirkliches Interesse bekundete (Auf die Frage „Interessiert es Sie überhaupt, dass es einen neuen Papst gibt?“ antworteten viele ungeniert ein einfaches „Nö“, „Keine Ahnung“ oder „Keine Zeit“). Der Großteil der Befragten glaubte an Veränderungen in der Kirche unter Papst Franziskus, einigen wenigen ist auch der neue Papst noch zu konservativ. Die Meinungen zum vorherigen Papst waren geteilt; die eine Hälfte sah keinen Unterschied, während der andere Teil den alten Papst zu unmodern fand. Die evangelischen Mitbürger hatten keine Erwartungen, während sich die Katholiken ein fortschrittliches Denken und Hilfe für Entwicklungsländer wünschten. Sein Auftreten bewerteten eigentlich alle recht positiv oder neutral, so standen sie auch der Tatsache gegenüber, dass er aus Südamerika kommt. Fast alle wären für einen jüngeren Papst gewesen, damit dieser länger im Amt  bleibt und in paar Jahren nicht schon wieder eine neue Papstwahl stattfindet.

Das „Lernen am anderen  Ort“ hat uns allen sehr viel Spass gemacht. So etwas möchten wir gerne wieder unternehmen.

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