Emmanuel Peterfalvi mit dem Alfons-Schulprojekt am Willigis
Wie geht es unserer Demokratie heute und was können wir tun, um sie zu bewahren? – Mit dieser Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 der Realschule und des Gymnasiums im Rahmen des ‚Alfons-Schulprojektes‘ kurz vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz.
Dieses Projekt wurde von dem französisch-deutschen Geschichtenerzähler und Kabarettisten Emmanuel Peterfalvi und dem Alfons-Team entwickelt und wird nun von der eigens hierfür gegründeten „Grand-Mère Stiftung“ gefördert. Zum Projekt gehört der Besuch einer Vorstellung des Künstlers und ein anschließender Workshop in der Schule. Das Projekt hat seinen Ursprung in einem Schulbesuch des Künstlers am Willigis im Jahre 2022.

Am 19. März fuhren die Klassen 10b, 10c, 10R1 und 10R2 gemeinsam mit Frau Bitzer, Frau Blumenrath, Frau Bogojavlenska, Frau Buchner-Asfaw, Frau Durand, Frau Kreer, Frau Dr. Rehm-Grätzel, Frau Rödder, Frau Wagner, Frau Weßler-Kirmse, Herrn Jäckel und Herrn Prasuhn nach Dreieich, um dort die Vorstellung „Alfons – Klasse!“ zu besuchen. Die Fahrt mit Bussen nach Dreieich wurde vom Förderverein des Willigis‘ finanziert.
Für die Klassen der Realschule waren die Vorführung und der Workshop der Abschluss ihres NS-Projektes; die Klassen 10b und 10c des Gymnasiums hatten sich im Vorfeld im Unterricht individuell auf die Thematik vorbereitet.

In dem Stück geht es darum, dass Alfons über eine längere Zeit eine fiktive Schulklasse besucht und sich mit ihr über die Themen Demokratie, Vorurteile, Toleranz sowie die politischen Zu- und Missstände in Deutschland und der Welt unterhält. Durch lustige Anekdoten, auch aus seiner französisch-deutschen Perspektive, regt er zu kritischen Gedanken an und schärft das Bewusstsein für die Notwendigkeit, uns um unsere Demokratie zu kümmern.
Am nächsten Tag besuchte der Künstler das Willigis und hielt für die Schüler einen Workshop ab. Gemeinsam redeten sie über die Vorstellung und die dort genannten Inhalte, vor allem aber über die aktuelle politische Lage in Deutschland. Die Schülerinnen und Schüler gingen hier auch über die im Programm erwähnten Beispiele hinaus und diskutierten mit Peterfalvi lange über die Problematik von Hasskommentaren in den Sozialen Medien.

„Eine Diktatur dauert mindestens 50-60 Jahre“, gab Peterfalvi den Schülerinnen und Schülern zu bedenken und forderte sie auf, sich zu überlegen, was sie persönlich zum Schutz und Fortbestand der Demokratie tun können. Diese Anregungen werden sie wohl am nachhaltigsten beschäftigen.

Wir danken dem Förderverein der Willigis-Schulen, den Bürgerhäusern Dreieich und der Grand-Mère Stiftung für die vielseitige Förderung. So konnte ermöglicht werden, dass so viele Jugendliche an diesem lehrreichen Projekt teilnehmen durften.
Dr. Patricia Rehm-Grätzel