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BEETHOVEN BEI UNS – Matinée im Willigis

Mit einer kammermusikalischen Matinée sind Schüler, Lehrer und Gäste in das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 gestartet. Damit beteiligte sich das Willigis dank des großen Engagements von Doris Jüttner-Endres an dem bundesweiten Hauskonzerte-Event an diesem 3. Adventswochenende. Beethoven-Jubiläum? Sein 250. Geburtstag wird im Jahr 2020 national und international mit tausenden Veranstaltungen gefeiert. Und offizieller Start war am vergangenen Sonntag, den 16.12.2019 – auch im Willigis. Geboten wurde eine Reise rund um Beethoven und seine Zeit – musikalisch und mit einer Präsentation seiner Lebensstationen, einem szenischen Spiel und zwei Lesungen.

Der erste Teil der Matinée widmete sich der „Jugendzeit Beethovens“. Passend zu diesem Lebensabschnitt wurde den rund 100 Zuhörern die Sonate Pathetique Op. 13 präsentiert, die Beethoven 1798 komponierte und die in der Literatur häufig als „Durchbruch zum eigenen Ausdrucksstil“ bezeichnet wird: Zunächst eine Bearbeitung des Rondos aus dem 3. Satz mit dem Quartett Jana Daferner (MSS 12), Nadina Gmach (12), Hwanho Lee (10) und Doris Jüttner-Endres. Anschließend Auszüge aus dem 2. Satz, eine kantable Träumerei mit einer der bekanntesten Melodien Beethovens mit dem Klarinetten-Quartett „Atemlos“. Und zum Abschluss dieses thematischen Abschnitts der 3. Satz aus der Klaviersonate im Original vom herausragenden Solisten Ilija Ivanov (7a).

Als Überleitung zum zweiten Themenbereich „Beethoven in Wien und die Begegnung mit Mozart“ führten Schüler der Klasse 6e unter der Leitung von Birgid Merkel ein Interview Beethovens (Samuel Reichert) mit den Zeitreisenden Flynn Gillenberger und Valentin Hook unter der Moderation von Max Bohland. Kamerateam waren Jonas Clauß und Phillip Wink.

Wienerische Stimmung zauberte das Klarinetten-Quartett in der Besetzung Kathrin Stock (11), Tim Borgwardt (12), Johannes Schmitt (11) mit der Pizzicato-Polka vom erfolgreichsten Komponisten wienerischer Musik, Johann Strauß (Sohn), in den Konzertsaal „Willigis-Lernzentrum“. Und für die Begegnung Beethovens mit Mozart in Wien die Ouvertüre zur Oper „Die Zauberflöte“.

Birgid Merkels Lesung bildete den literarischen Beginn des 3. Teils der Matinée „Beethoven und die Frauen“. Sie las zunächst aus dem berühmt gewordenen, 1812 geschriebenen Brief „An die unsterbliche Geliebte“. Auch wenn die Leidenschaft des berühmten Komponisten für Frauen sicherlich genauso groß wie die für seine Musik war und er vielerlei Kontakte zu Frauen pflegte, war er nie verheiratet. Wer die unsterblich Geliebte gewesen ist, kann zweifelsfrei nicht benannt werden. Musikalisch bot Vincent Balgenorth (6c) zwei Lieder, die am Flügel von Norbert Krams begleitet wurden: La Marmotte und Der Zufriedene sowie ein Bläser-Oktett das Menuett aus dem Septett von Beethoven. In einer weiteren Lesung von Birgid Merkel aus einem zweiten Brief Beethovens, dem HeiligenstädterTestament, den er 1802 an seine Brüder Kaspar Karl und Johann schreibt, drückt er seine Verzweiflung über sein Gehörleiden aus, das sich später zur völligen Taubheit verschlimmert.

Den krönenden Abschluss einer abwechslungsreichen, informativen und sehr unterhaltsamen Beethoven-Matinée bildeten die großen Sinfonien: die 5. Sinfonie gespielt von den JuniorWilliWinds und die 9. Sinfonie, die von allen Klarinetten in äußerst beeindruckender Weise interpretiert wurde. Den Schlusschor über Friedrich Schillers Gedicht An die Freude sangen Musiker und Gäste gemeinsam. Weitere Fotos finden Sie in der Galerie.

Michael Kuntz

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