» zurück zu allen Beiträgen

Chemie LK und GK 12: Besichtigung der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik (BASF)

Der Chemie Grund- und Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12, geleitet von Fachlehrer Harald Roll, besuchte am Mittwoch, den 14.01.2026, die Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF) in Ludwigshafen, den weltweit größten Chemiekonzern. Begleitet wurde die Exkursion zusätzlich von Frau Ginsberg.

Treffpunkt war der Hauptbahnhof in Mainz, von wo aus wir gemeinsam mit der Bahn nach Ludwigshafen fuhren. Nach einer angenehmen Fahrt kamen wir am Hauptbahnhof an und liefen, da zu dieser Zeit kein Bus fuhr, etwa 25 Minuten zu Fuß bis zum BASF-Visitor Center. Dort erhielten wir zunächst unsere Besucherausweise und wurden durch die Ausstellung des Besucherzentrums geführt. In dieser Ausstellung erfuhren wir viele interessante Fakten über die Geschichte der BASF, die Herkunft der Rohstoffe und die vielfältigen Produkte des Unternehmens. Ein Übersichtsplan machte uns bereits deutlich, wie groß dieser Chemie-Standort ist und gab uns einen guten ersten Eindruck von dem Gelände. Im Anschluss bekamen wir unsere persönliche Schutzausrüstung, bestehend aus Jacke, Helm, Schutzbrille und Gehörschutz. Danach begann die etwa einstündige Busrundfahrt über das Werksgelände.

Während der Fahrt wurde uns bewusst, dass man die BASF fast mit einer kleinen Stadt vergleichen kann. Das Gelände ist etwa so groß wie 1400 Fußballfelder und umfasst zahlreiche Produktionsanlagen, Forschungseinrichtungen, Kraftwerke, Verladebahnhöfe, Schiffshäfen sowie kilometerlange Rohrbrücken und rund 200 Betriebe. Besonders beeindruckend waren die riesigen Anlagen und die 2850 km langen Rohrsysteme, die sich über das gesamte Gelände erstrecken.

Ein Highlight der Besichtigung war die Ammoniaksynthese. Zunächst wurde uns der Ammoniak-Synthese-Trakt anhand eines nachgebauten Modells erklärt, sodass wir die verschiedenen Systeme und Reaktionsabläufe gut nachvollziehen konnten. Anschließend fuhren wir zu einer echten Ammoniak-Anlage und durften durch ein Guckfenster in den ersten Teil der großtechnischen Synthese schauen, der bei Temperaturen von etwa 750 bis 800 Grad Celsius abläuft. Dabei wurde der große Unterschied zwischen der Herstellung im Labor und der industriellen Produktion deutlich. Nach der Rundfahrt kehrten wir zum Visitor Center zurück, gaben unsere Schutzausrüstung ab und machten uns anschließend wieder auf den Weg zum Hauptbahnhof Ludwigshafen.

Die Exkursion war für uns ein besonderes Erlebnis, da wir unser im Unterricht erworbenes Wissen einmal in den Dimensionen der industriellen Verfahrenstechnik erleben und das weltweit größte zusammenhängende Chemieareal aus nächster Nähe kennenlernen konnten.

Roman Stüttem

Geschrieben am in