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„Das sind die Meenzer Schwellköpp“ – heute: Chris

 


© Sascha Kopp

Sie gehören zur Mainzer Fastnacht wie Till, Kreppel und die Motivwagen: Die Meenzer Schwellköpp. Insgesamt gibt es 42 Stück – 30 „erwachsene“ und 12 Kinderschwellköpp. Rudi Henkel, der ehemalige Präsident des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), dachte sich zu jedem Schwellkopp eine eigene Geschichte aus und machte sie damit zu richtigen Mainzer Persönlichkeiten – alles natürlich in waschechtem Meenzerisch.

Der Chris geht auf’s Willigis und kommt aus Gonsenheim. Kostümiert als Seeräuber, fühlt er sich pudelwohl, denn das Abenteuer liegt ihm mehr als Algebra. Er „kimmt gut mit, is awwer oft en faule Bankert.“ Wenn es um das Umgehen von Pflichten geht, ist er ein äußerst cleverer Kerl – einer, der lieber chillt als paukt. Wegen seiner letzten fünf in Mathe darf er momentan nicht auf den Fußballplatz, was ihn ärgert, aber nicht sonderlich überrascht. Denn wie er selbst sagt: „Chillen is die Kunst, sich zu langweile, selbst wenn mer nix tut.“ Seine Eltern betreiben eine Gärtnerei, wo er ab und zu aushilft – meist dann, wenn das WLAN zu Hause streikt oder das Fußballtraining ausfällt. Aber wehe, man fragt ihn nach Photosynthese, da wird’s schnell still.

Christopher Shaw und Franziska Vollstedt

Quelle: https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/stadt-mainz/das-sind-die-meenzer-schwellkoepp-heute-chris-5329003 (07.02.2026)

 

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