Willkommen auf der Website der Bischöflichen Willigis-Schulen Mainz.

Das Bischöfliche Willigis-Gymnasium – eine G8GTS-Schule

Seit Beginn des Schuljahres 2008/09 ist das Bischöfliche Willigis–Gymnasium G8GTS–Schule, das heißt, die Schüler machen nicht nach 8,5 Jahren sondern nach 8 gymnasialen Jahren das Abitur (G8), wobei die Kürzung um ein Jahr in der Mittelstufe erfolgt. Verbunden mit diesem Konzept ist eine Ganztagsschule in Angebotsform in den Klassen 5 und 6 und eine verpflichtende Ganztagsschule von Klasse 7 bis 9. Die Eltern haben bei der Anmeldung ihres Sohnes deshalb die freie Entscheidung, ob sie ihren Sohn für die Orientierungsstufe in der Ganztagsschule (GTS) oder in der Halbtagsschule anmelden. Momentan unterrichten wir in der 5. Klasse und in der 6. Klasse je eine GTS – Klasse und je drei Halbtagsklassen.

G8GTS-Schulen in Rheinland-Pfalz

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern ist der achtjährige gymnasiale Bildungsgang bei den G8-Schulen in Rheinland-Pfalz zwingend verknüpft mit einer verpflichtenden Ganztagsschule von Klasse 7 – 9. Dies ist ein wichtiges Element, um aus anderen Bundesländern bekannten Problemen bei der Durchführung von G8 zu begegnen. Das Gesamtkonzept des G8-Gymnasiums stellt deshalb hier bei uns auch ein eigenes Modell dar und ist eben kein „Turbo-Abitur“. Es sieht u. a. eine enge Verknüpfung der Mittelstufe und der Oberstufe des Gymnasiums vor. In der Mittelstufe werden die Schüler intensiv unter Anleitung ihrer Fachlehrer im Fachunterricht und in den Lernzeiten auf das Arbeiten in der Oberstufe vorbereitet. Deshalb sind Fachunterricht und Lernzeiten eng miteinander verzahnt und in dem vorgegebenen Umfang nur in einer Ganztagsschule möglich. Durch den vom Land zur Verfügung gestellten erhöhten Personalanteil in einer Ganztagsschule wird der G8-Schule die Möglichkeit gegeben, den Tag rhythmisiert zu gestalten und unter erhöhtem Einsatz der Fachlehrer den Tagesablauf zu organisieren.

G8GTS-Schule am Willigis

Am Bischöflichen Willigis-Gymnasium haben wir ein spezielles Konzept für den Ganztagsbereich von Klasse 7 bis 9 entwickelt. Die Klassen 7 bis 9 werden rhythmisiert unterrichtet, d. h. es findet ein Wechsel von Fachunterricht, Lernzeiten, Arbeitsgemeinschaften und Mittagspause statt. Außerdem sind die Lernzeiten in Klasse 7 bis auf eine an die Hauptfächer gekoppelt und werden von dem jeweiligen Fachlehrer unterrichtet. Nachdem die Schüler ein Jahr angeleitet wurden, gehen die an die Hauptfächer gekoppelten Lernzeiten dann in der 8. und 9. Klasse in freie Lernzeiten über, allerdings immer noch begleitet von den Lehrern, die in der Klasse unterrichten. Diese vorgegebene Rahmung des Schultages wirkt sich insbesondere bei Jungen positiv aus, gerade dann, wenn mit einsetzender Pubertät die Lust am Lernen manchmal nachlässt. Die Schüler kommen mit diesem strukturierten Tagesablauf, dem durchdachten Wechsel von Unterricht, Lernen und Freizeit, sehr gut zurecht. Die Jungen zeigen durchweg positive Leistungsergebnisse. In den letzten zwei Jahren hat sich in den Klassen 7 und 8 die Zahl der Versetzungsgefährdungen reduziert. Wir sehen dies als ein positives Ergebnis von G8GTS.

Lernen am Willigis

Am Willigis lernen alle Schüler ab Klasse 7 nicht mehr alleine zu Hause, sondern in der Gemeinschaft ihrer Klassenkameraden und unter Anleitung und Betreuung ihrer Fachlehrer. Im Fachunterricht und in den Lernzeiten bekommen die Schüler beim gemeinsamen Lernen sofort eine Rückmeldung durch ihren Lehrer, umgekehrt kann der Lehrer unmittelbar die Stärken und Schwächen der Schüler erkennen und entsprechend eingreifen und Hilfestellung geben. In den Lernzeiten werden die Schüler zu selbstverantwortlichem und strukturiertem Lernen angeleitet und das Arbeitsverhalten und die Selbstverantwortlichkeit werden geschult. Auch die individuelle Förderung, insbesondere auch die Förderung leistungsstarker Schüler, ist möglich. Dies alles spricht unserem Verständnis nach für das G8GTS-Modell. In Klasse 7 werden die Strukturen für Klasse 8 und 9 vorbereitet, wenn die an die Hauptfächer gekoppelten Lernzeiten in die so genannten freien Lernzeiten übergehen. Auch im Bereich der Arbeitsgemeinschaften setzen sich am Willigis viele Lehrer mit eigenen Angeboten ein, und beim gemeinsamen Mittagessen mit Lehrern und Schülern wächst das Gemeinschaftsgefühl. Durch gemeinsames Lernen, Spielen und Essen werden die sozialen Fähigkeiten der Schüler gestärkt. Die Schule unterstützt die Arbeit in den Jugendgruppen GCL und KSJ, indem sie deren Gruppenstunden in den AG- Bereich integriert. Die Schüler erleben auf einer Kennenlernfahrt ihre Mitschüler und Lehrer und werden bei gemeinsamen Sprachaufenthalten, Skifreizeiten und erlebnisorientierten Get-Out-Tagen in ihren sozialen Kompetenzen geschult.  Ab Klasse 8 werden die Wahlpflichtfächer INF, NW, SP, L und F angeboten und bei ausreichendem Interesse eingerichtet. In den letzten beiden Jahren ging dabei der Trend zu Informatik, Naturwissenschaften und Spanisch. Latein und Französisch als dritte Fremdsprache konnten wir leider nicht mehr realisieren. Durch die sehr gute und nagelneue Ausstattung der naturwissenschaftlichen Räume und der Medienräume kann das Willigis auf das große Interesse der Jungen an Naturwissenschaften und Informatik eingehen und sie in diesen Bereichen entsprechend fördern. Wir achten gerade hier auch auf kleine Lerngruppen, denn im Mittelpunkt steht das selbständige, auf die Problemlösung gerichtete Experimentieren. Das Ziel der Lehrer am Bischöflichen Willigis-Gymnasium ist es, durch eine sich an der Entwicklung von Jungenorientierende Gestaltung des Unterrichts jungenansprechend und jungenfördernd zu unterrichten. Mit verlässlich erteilten drei Stunden Sport und einem umfangreichen Sport-AG-Angebot in einer großen Bandbreite können die Jungen am Willigis oft mehr Sport treiben als an einer anderen Schule mit speziellen Sportklassen. Auch das kommt den jungenspezifischen Interessen sehr entgegen. Im AG-Bereich können die Jungen aber auch aus einer großen Bandbreite von Angeboten wählen. Die Spanne reicht dabei von Robotik („Lego Mindstorms“) über Basteln undWerken, Mediennutzung und Theater bis zu Textilem Gestalten („Pimp my shirt“) Die Schüler führen am Willigis von Klasse 5 an einen Lernbegleiter, in dem alle Lerninhalte und noch zu erledigende Aufgaben von den Schülern notiert werden. Der Lernbegleiter ist nicht nur für die Schüler von großer Wichtigkeit, auch ist er eine wichtige Informationsquelle für die Eltern über das, was in der Schule gemacht wird und was ihre Kinder lernen müssen. Er dient auch als Kommunikationsmittel zwischen Elternhaus und Schule. Die Eltern sollen anhand des Lernbegleiters das Lernen ihres Kindes mitverfolgen.

Hausaufgaben

In der Ganztagsschule sind keine Hausaufgaben vorgesehen, alle schriftlichen, mündlichen und praktischen Arbeiten werden in der Schule erledigt. Trotzdem kann der häusliche Bereich nicht ganz lernfrei bleiben. Die Schüler sind verpflichtet zu Hause Vokabeln zu lernen, Lektüren über einen längeren Zeitraum zu lesen, Referate zu schreiben und sich auf Überprüfungen vorzubereiten. Auch das Nacharbeiten von Lerndefiziten muss zu Hause erfolgen.  Auch bei der von Hausaufgaben freien Schule empfehlen wir, am Wochenende wenigsten 2 Stunden auf das Lernen zu verwenden.

G8-Schüler

Voraussetzungen für unsere Unter- und Mittelstufe sind gute bis sehr gute Schüler. Zwar hat man den Umfang der Lerninhalte für das G8-Gymnasium wie seit Jahren von den Schulen gefordert auf das Wesentliche reduziert, doch insbesondere in den Klassen 8 und 9 werden die Schüler gewiss auch leistungsmäßig gefordert. Ein G8-Schüler muss bereit sein, im Ganztagsbereich gemeinsam mit anderen Schülern zu lernen und einen großen Teil des Tages mit ihnen zu verbringen.

Oberstufe

Nach drei Jahren angeleiteten Lernens in der Mittelstufe sollten die Schüler optimal für das selbstständige Arbeiten in der Oberstufe vorbereitet sein. Die Oberstufe des 8jährigen Gymnasiums umfasst die Jahrgangsstufen 10 – 12. Die Orientierungsphase in Klasse 10 ist nochmals eine Vorbereitung für die Qualifikationsphase in den Jahrgangsstufen 11 und 12. Auch in der Oberstufe setzt das G8-Gymnasium mit einer Stärkung der Kernfächer Deutsch und Mathematik neue Akzente. Nach acht Jahren Gymnasium und bestandenem Abitur haben die Schüler die Möglichkeit, ein Studium an einer deutschen Universität zu beginnen, ein freiwilliges soziales Jahr anzutreten oder, einen Auslandsaufenthalt (nun mit einer international anerkannten Studienbescheinigung) durchzuführen. In diesen Optionen sehen wir einen weiteren Vorteil des achtjährigen Bildungsgangs.