Unterricht

Einsatz digitaler Medien im Unterricht

Medienerziehung im Kontext „christliche Schule“

Als Schule in kirchlicher Trägerschaft fühlen wir uns in unserem pädagogischen Handeln dem christlichen Menschenbild verpflichtet. Wir sehen in unseren Schülerinnen und Schülern Menschen, die als Abbild Gottes zu einem Leben in gelingenden Beziehungen zu Gott, zu ihren Mitmenschen und zu sich selbst sowie zur gesamten Schöpfung gerufen sind. Wir bilden mit den Eltern eine Erziehungsgemeinschaft und unterstützen sie bei der Wertevermittlung, die gerade bei uns einen hohen Stellenwert hat. Dafür ist die reale Begegnung zwischen allen am Schulleben Beteiligten unersetzbar. Hier wird Beziehung eingeübt und gelebt. Dies geschieht einerseits analog, z.B. im Unterricht, in den Verfügungsstunden, bei Mediationen, aber auch im alltäglichen Miteinander und kann auch nicht auf digitalem Wege erlernt werden. Andererseits bezieht es sich jedoch auch auf die ethischen Themen der digitalen Welt, z.B. auf die Prävention von Cybermobbing.

Gleichzeitig stellen wir uns den Herausforderungen einer immer stärker digitalisierten Gesellschaft. So nehmen der Einsatz und der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien eine immer größere Bedeutung im Schulleben ein. Dabei geht es uns grundlegend nicht um den Einsatz von digitalen Medien „um jeden Preis“, sondern vielmehr darum, dies in pädagogischer und didaktischer Verantwortung zu tun. Insbesondere, wenn damit ein Mehrwert für den Unterricht verbunden ist.

Unsere Profilbildung im Bereich Digitale Schule zeigt, dass wir durchaus aufgeschlossen sind. Wir möchten, dass unsere Schülerinnen und Schüler die Schule als mündige Bürger in einer sich ständig verändernden und immer stärker digitalisierten Welt verlassen und verantwortungsvoll und selbstbestimmt ihre Lebensentwürfe unter diesen Voraussetzungen verfolgen können. Dazu schaffen wir sehr gute Rahmenbedingungen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, im Unterricht eine ausgewogene Mischung von klassischen und neueren Unterrichtsformen einzusetzen. Digitale Methodik soll und wird bei uns kein Dogma sein und kann Schule als Begegnungsstätte und sozialen Lernort bzw. Ankerpunkt in der christlichen Gemeinschaft nicht ersetzen.

Vielleicht ist gerade in Zeiten der Digitalisierung das persönliche Gespräch in und außerhalb des Unterrichts zwischen Schülern und Lehrern besonders wichtig und sollte bewusst gesetzte Schwerpunkte erfahren. Besonders in den sprachlichen Fächern und auch im Hinblick auf die Klassen- und Schulgemeinschaft sehen wir, dass die persönliche Begegnung unerlässlich ist: Das Erleben von Vielfalt der menschlichen Begegnungen ist durch digitale Aspekte des Lernens nicht zu ersetzen. Ebenfalls das Erlernen von Kommunikations- und Konfliktfähigkeit ist nur in der realen Begegnung möglich.

Wie die Schüler haben auch unsere Lehrer ganz unterschiedliche Persönlichkeiten und Stärken, weshalb sie die Freiheit über die Entscheidung des Einsatzes digitaler Medien im Unterricht in Zukunft behalten. Im Folgenden werden demzufolge Möglichkeiten aufgezeigt, die im jeweiligen Unterricht Einsatz finden können, aber – mit Blick auf die Zeit nach der Corona-Pandemie – nicht müssen! Sie sind als Erweiterung der methodischen Vielfalt zu verstehen.

 

Motivation

In einem fast zwei Jahre andauernden Schulentwicklungsprozess (Link dazu) hat sich die Schulgemeinschaft die Frage gestellt, welche pädagogischen Ziele in Bezug auf den Einsatz digitaler Medien in und außerhalb des Unterrichts verfolgt werden können und sollen. Einerseits können digitale Medien einen wertvollen Beitrag für den Unterricht leisten (z.B. interaktives und selbstgesteuertes Lernen, Binnendifferenzierung), andererseits kann Unterricht Elemente der Medienbildung fördern (z.B. Tabellenkalkulation, Vortrag mit Präsentationssoftware). Die daraus resultierenden Kompetenzen (Link MKS), die an unserer Schule vermittelt werden sollen, haben zu einem technisch-pädagogischen Konzept sowohl für Schüler (link Tabletklassen) als auch für die Schule selbst geführt:  Fast alle Klassen- und Fachräume sind mit schnellem Internetzugang auch für die Schüler und interaktiven Tafeln mit drahtloser Präsentationsmöglichkeit und einheitlicher Arbeitsplattform ausgestattet (Link Technische Austattung). Dies bietet Schülern und Lehrern neben den herkömmlichen Lern- und Lehrtechniken vielfältige Möglichkeiten, interaktive Präsentationen, Bilder und Filme zu zeigen. Unterrichtsinhalte können so nicht nur visuell, sondern auch akustisch aufbereitet werden, damit ein Lernen mit allen Sinnen unterstützt und gefördert wird. Es können zum Beispiel auch von Schülern erarbeitete Themen innerhalb weniger Sekunden auf einem interaktiven Bildschirm visualisiert und besprochen werden, was eine zeitsparende und effiziente Wissenssicherung ermöglicht.

Die Schüler können ihre eigenen technischen Geräte wie Smartphones und Tablets mit den interaktiven Tafeln verknüpfen. Darüber hinaus steht ein Klassensatz iPads zur Ausleihe für Schüler ohne technische Ausstattung bereit. Diese Voraussetzungen ermöglichen es jedem Schüler, an den zahlreichen Möglichkeiten der Medienbildung unserer Schule zu partizipieren.

Da die Geräte alle mit dem Internet verknüpft sind, ist eine direkte Recherchearbeit durch die Schüler innerhalb des Unterrichts möglich. So bereichert die Vielseitigkeit der interaktiven Tafeln und der Tablets den Unterricht und trägt durch ihre Möglichkeiten zum ganzheitlichen Lernen bei.

 

Pädagogische Ziele

Der mediengestützte Unterricht ermöglicht den Schülern neben der Medienkompetenzbildung auch den Erwerb wichtiger Schlüsselqualifikationen. Neben dem motivationalen Aspekt des mediengestützten Unterrichts, der gerade an einer Jungenschule sehr gut angenommen wird und an den Lebensweltbezug der Schüler anknüpft, ermöglicht dieser die Schüler in ihrer Kreativität zu fördern. Die Lehrer erhalten damit außerdem weitere Möglichkeiten den Unterricht entsprechend der Stärken und Schwächen der Schüler zu differenzieren und sie in ihren Fähigkeiten zu fördern und zu fordern. Interaktive Übungen – besonders in Mathematik und Fremdsprachen – ermöglichen schülerbezogene Schwerpunktsetzung und ein selbständiges Arbeiten mit individueller Lernkontrolle. Dies ist in der Form bei jedem einzelnen Schüler im klassischen Unterricht nicht möglich gewesen. Die so entstehenden zeitlichen Freiräume können zur Förderung einzelner Schüler genutzt werden. Zudem bietet die digitale Bereitstellung von Unterrichtsergebnissen eine Strukturierung, eine Organisations- und eine Lernhilfe, gerade für Jungs, die hier allein noch Schwierigkeiten haben.

Bei allen Möglichkeiten, den herkömmlichen Unterricht durch digitale Medien zu ergänzen, achten wir selbstverständlich auch die Einhaltung der staatlichen Lehrpläne und messen grundlegenden Fertigkeiten wie z.B. dem handschriftlichen Verfassen von Texten weiterhin eine große Bedeutung bei.

Um die Schüler auf eine angemessene Nutzung von Medien vorzubereiten und darüber hinaus die einzelnen Fächer in der Schulung von dort genutzten Techniken zu entlasten, bietet das am Willigis angebotene, in dieser Form einzigartige Fach Medienkompetenzschulung (evtl. nochmal Link MKS?) eine solide Grundbildung, bei der auch auf die Sensibilisierung vor Gefahren im Internet und Suchtpotentialen eingegangen wird.

 

Die praktische Arbeit

Ähnlich wie in einem modernen Unternehmen arbeiten wir an unserer Schule mit den Bausteinen der Microsoft Office365-Umgebung. Durch Nutzung der Office-Programme, dem Dateiaustausch und der unterrichtsbezogenen Kommunikation auf der Plattform MS Teams und Kollaboration an Schriftstücken und digitalen Heften mit OneNote erhalten die Schüler fachliche und technische Schlüsselqualifikationen, die jetzt und auch in Zukunft nach der Corona Pandemie in Unternehmen immer wichtiger werden. Die Schüler müssen während ihrer schulischen Laufbahn beispielsweise Referate unter Verwendung von Präsentationssoftware halten oder mit Hilfe von Tabellenkalkulation einen Sachverhalt darstellen bzw. Probleme lösen. Diese Beispiele stehen stellvertretend für viele weitere nötige Kompetenzen. Durch das Zusammenspiel unseres pädagogischen Konzeptes zu digitalen Medien, den nötigen Apps / Programmen und der darauf abgestimmten technischen Ausstattung sind wir auf einem guten Weg, die Schüler diesbezüglich zu fördern.

Lernprodukte von Schülern können über die Nachrichten- und Aufgabenfunktion direkt von der Lehrkraft eingesehen und gesichert werden. Dies ermöglicht den Schülern, zeitnah eine Rückmeldung und entsprechende Unterstützung zu erhalten oder auch Hilfe einzufordern. 

MS Teams ermöglicht den Lehrern und Schülern einen ansprechenden digitalen und kooperativen Unterricht, durch diese Plattform sind alle Mitglieder der Schulgemeinschaft miteinander verknüpft. Sie bietet Schülern eine geschützte und sichere Lernumgebung für gemeinschaftliches Arbeiten. Wie in einem Forum können hier Fragen in der Schule oder von zu Hause diskutiert werden

Analoge sowie digitale Tafelbilder und Lösungen können hier längerfristig in diversen Kontexten gespeichert und jederzeit aufgerufen werden. So gehen keine Ergebnisse und Lerninhalte „verloren“ und können den Schülern auch später beim Lernen zur Wiederholung, Vertiefung, und Strukturierung dienen.

Diese Plattform ist nutzbar, um Unterricht online mit Hilfe von Videokonferenzen oder Lernvideos zu ermöglichen. Letztere werden sogar von vielen Lehrern eigenhändig produziert. Lernvideos sind eine gute Variante, mit der Schüler neue Inhalte in eigenem Tempo sowie zeit- und ortsungebunden selbstgesteuert erarbeiten können. Im Repertoire der Unterrichtsmethodik ist dies eine Variante, bei der sich der Lehrer auf die Unterstützung einzelner Schüler konzentrieren kann.

Doch nicht nur Lehrer können Lernvideos produzieren! In einigen Projekten tun dies unsere Schüler selbst und werden dabei zu einer Reihe von komplexen Aufgaben herausgefordert: Sie müssen Lerninhalte selbst verstanden haben und danach ansprechend medial aufbereiten. Dazu gehört die Strukturierung der Inhalte mit entsprechender Schwerpunktsetzung, Schreiben eines „Drehbuchs“ mit einer Aufteilung, wann welche Inhalte auf welche Weise gezeigt werden sollen, getrennte Aufbereitung von Bild- und Tonmaterial (Einsprechen von Erklärungen) und schließlich das Zusammenschneiden des fertigen Videos.  

Das Kursnotizbuch bietet über OneNote als digitale Tafel und digitales Heft vielfältige Möglichkeiten, Unterrichtsinhalte schriftlich für Schüler festzuhalten, Klassenunterlagen zu organisieren und Korrekturen durch die Lehrkraft für die Schüler direkt sichtbar und nachvollziehbar zu machen. Auf diese Weise können unsere Lehrer gerade zu Zeiten von Schulschließungen durch Corona mit den Schülern orts- und zeitungebunden zusammenarbeiten.

Die Funktion „Quiz“ ermöglicht eine schnelle und zuverlässige Überprüfung des Lernprozesses digital. Die Schüler können auf diese Weise Fragestellungen und Tests online über ein beliebiges Office365 fähiges Gerät bearbeiten und erhalten ihre Ergebnisse entweder direkt im Anschluss oder nach Korrektur durch die Lehrkraft online.

Die genannten Programme bzw. Plattformen sind konform mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

 

Fachspezifische Möglichkeiten

Bildende Kunst

 

Sprachen
Deutsch

 

Englisch

                Wird nachgereicht.

 

Französisch

 

Latein

 

Gemeinschaftskunde (Erdkunde, Geschichte, Sozialkunde)
Erdkunde
Geschichte
 Sozialkunde

                Wird nachgereicht.

 

Musik

 

MINT-Fächer
 Biologie

                Wird nachgereicht.

 

Chemie

                Wird nachgereicht.

 

Informatik

Die ausführliche Darstellung der Profilelemente des Faches Informatik finden Sie hier.

 

 Mathematik:

 

Physik

 

Religion

                Wird nachgereicht.

 

Sport