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Der schulübergreifende gemischte Chor für die Jahrgänge 9 bis 13
wurde im Jahre 1973 mit dem Ziel ins Leben gerufen, anspruchsvolle
geistliche und weltliche Chormusik aus allen musikalischen Epochen zu
erarbeiten. Die beiden Gründer Helga-Maria Haack (MWS) und Rainer
Seibert (WG) standen dem Chor 11 Jahre lang vor, bis sie die Leitung an
Bardo Menke (WG) und Wolfgang Siegrist (MWS) abgaben, die seit 1984 mit
dem Kammerchor arbeiten.
Zwei Wirkungsbereiche fallen dem Chor zu, zum einen die musikalische
Gestaltung festlicher Gottesdienste beider Schulen im Dom, zum anderen
in der Regel zwei eigene Schulkonzerte pro Schuljahr mit geistlichen
und weltlichen Programmen im Wechsel. Die Bandbreite reicht dabei von
geistlicher Musik (Motetten alter Meister; Messen von Haydn, Mozart,
Schubert, Dvorak, Puccini; Mendelssohn-Kantaten usw.) über weltliche
Chorliteratur (Madrigale, romantische Zyklen von Brahms und Schumann,
Chorstücke des 20. Jahrhunderts) bis zu modernen Spirituals und
Jazz-Arrangements.
Große oratorische Aufführungen mit Solisten und Orchester finden
auch wegen ihrer hervorragenden Akustik in der in Schulnähe gelegenen
fast immer bis zum letzten Platz gefüllten evangelischen Johanniskirche
statt. Nicht selten stammen die Vokalsolisten aus den eigenen Reihen,
das Orchester besteht aus versierten Instrumentalisten beider Schulen
und wird nach den jeweiligen Besetzungsanforderungen für jedes Programm
neu zusammengesetzt.
Ein musikalischer Höhepunkt war sicherlich die Erarbeitung von
Giacomo Puccinis "Messa di Gloria" zum 20jährigen Bestehen des Chores
im Jahre 1993 mit dem Orchester der Musikschule Oppeln aus Polen. Aber
auch etliche Konzertreisen hat der Chor im Laufe der Jahre unternommen,
z.B. eine Fahrt zur Partnerschule in Lyon (1987), die Gestaltung des
Eröffnungsgottesdienstes bei den Bad Hersfelder Festspielen (1990) und
die Aufführung der Puccini-Messe im Dom von Luxemburg (1993). Hinzu
kommen Besuche anderer Schulchöre aus Nachbarländern in Mainz, z.B. die
gemeinsame Aufführung der Dvorak-Messe mit dem hervorragenden
polnischen Chor aus Glubczyce (1996) oder die Begegnung mit einem
französischen Gastchor aus Auxerre (1997).
Chorarbeit auf solch hohem Niveau setzt das Engagement
musikliebender und -begabter Schülerinnen und Schüler voraus, die über
die freiwillige ausserunterrichtliche Probenarbeit hinaus in einer
zusätzlichen Intensivprobephase von 4 Schultagen pro Jahr gefordert
werden, wobei aber auch gemeinsame Feiern und so mancher lange Abend
unvergesslich bleiben.
Die Proben des Kammerchores finden wöchentlich mittwochs von 16:45 - 18:45 Uhr im großen Musiksaal der Maria Ward-Schule statt.
Bardo Menke
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