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Willigis – G8GTS im Rahmen des Schulverbundes

Der Willigis-Schulverbund besteht aus einem vierzügigen Jungen-Gymnasium, einer zweizügigen koedukativen Realschule und einer fünfzügigen gemeinsamen Orientierungsstufe aus Gymnasium und traditioneller Realschule. Die gemeinsame Orientierungsstufe macht es möglich, die Laufbahnentscheidung erst am Ende der Klasse 6 zu treffen: für das Gymnasium mit seinen erhöhten Leistungsanforderungen und der Ganztagsform oder für die Realschule in der gewohnten Halbtagsform und ggf. ohne zweite Fremdsprache.

1.    Gemeinsame Orientierungsstufe

Der Schulverbund startet wie bisher mit der gemeinsamen Orientierungsstufe aus Gymnasium und Realschule. Gemeinsame 1. Fremdsprache ist Englisch.
Am Ende der Klasse 5 wählt jeder Schüler der Klasse 6 die 2. FSP (Latein oder Französisch). Schüler mit der 2. FSP Französisch können diese dann ggf. in der Realschule fortsetzen.
Am Ende der Klasse 6 erfolgt die Laufbahnentscheidung zwischen Gymnasium (G8GTS und Realschule.  Neben der Leistungsentwicklung in allen anderen Fächern bietet insbesondere das Abschneiden in der 2. FSP ein zusätzliches und wichtiges Entscheidungskriterium. Schüler mit der 2. FSP Latein wählen beim Übergang in die Realschule ein nicht sprachliches WPF.
Durch die gemeinsame Orientierungsstufe können wir uns für einen breiteren Schülerkreis öffnen als ein reines Gymnasium. Wir geben die Chance einer zweijährigen individuellen Entwicklung mit Möglichkeit der Fächerwahl (WPF) und der Förderung der GTS in Angebotsform. Für alle Schüler eröffnen sich im eigenen Haus zwei Wege zum SEK I – Abschluss oder zum Abitur.

2.    Mittelstufe: 7 – 9 Gymnasium, 7 – 10 Realschule

Mit der Klasse 7 der Realschule beginnt die vierjährige Mittelstufe in Halbtagsform. Das WPF bietet entweder die 2. FSP Französisch oder ein nicht sprachliches WPF.
In der Klasse 7 des Gymnasiums beginnt die GTS in der verbindlichen Form. Die erhöhten Anforderungen durch den erweiterten Pflichtunterricht setzen ein. Die 2. FSP und der Unterricht auf gymnasialem Niveau fordern die Schüler verstärkt. Die vorgesehenen 9 (!) Lernzeiten dieses Jahrgangs bieten gute Möglichkeiten individueller Stützung. Wir sehen dennoch für eine begrenzte Schülergruppe (mit gymnasialer Empfehlung) den Übergang in die Realschule vor (Übergang (II)), bevor in der Klasse 8 die Belastung eines neuen WPF (3. FSP, Informatik, Nat.wiss.) hinzukommt. Damit sollte die endgültige Weichenstellung zwischen Gymnasium und Realschule getroffen sein. Die Übergänge nach Klasse 8 (Übergang (IIa)) und Klasse 9 (Übergang (Ib)) sollen die Ausnahme bleiben.

3.    MSS: 10-12 Gymnasium, 10 Realschule

Absolventen des Jahrgangs 10 der Realschule, die die Voraussetzungen erfüllen, können in den Jahrgang 10 der MSS des Gymnasiums wechseln.
Durch das Angebot einer neu einsetzenden Fremdsprache (F) können auch Realschüler ohne 2. FSP in die MSS wechseln. Das Angebot geht – neben den Schülern der eigenen Realschule – auch an Schüler von außen. Insbesondere besteht die Möglichkeit, durch verstärkte Aufnahme von Mädchen im Gymnasium die sinnvolle und erfolgreiche Jungenschule der Sek I zu einer koedukativen MSS zu ergänzen.
Da sich die Lerninhalte von Jg. 10 RS und Jg.10 GY überschneiden, bietet sich eine besondere Möglichkeit, die Realschüler behutsam in das gymnasiale MSS-Kurssystem zu integrieren. Die Entlastung, die durch die teilweise inhaltliche Wiederholung möglich wird, dient der Anpassung an gymnasiale Arbeitsformen und der Erleichterung beim Start in die zweite Fremdsprache. Wir versprechen uns deutlich verbesserte Chancen für einen erfolgreichen Wechsel der Schullaufbahn. Somit ist der Jg. 10 für die Realschüler keinesfalls ein „verlorenes“ Jahr.

4.    Schulverbund der verschiedenen Förderwege, sozial verpflichtet und zugleich leistungsorientiert.

Für Schüler, die in der Mittelstufe mehr Förderung brauchen und den Verpflichtungen bei den Fremdsprachen erst zu einem späteren Zeitpunkt ihrer Entwicklung gewachsen sind, sind schon heute der Besuch der Realschule und der anschließende Wechsel in die MSS ein viel genutzter Weg zum Abitur.
Unser Schulverbund bietet diese beiden Wege zum Abitur:

•    ganztags in acht Jahren,
•    halbtags in neun Jahren,
•    in einem Haus und in einer Schulgemeinschaft.

Nach der Aufnahme in Klasse 5 bieten sich zu verschiedenen Zeitpunkten Weichenstellungen zwischen Gymnasium und Realschule in Abhängigkeit von der persönlichen Entwicklung und dem schulischen Erfolg. Der Jg. 10 der MSS fasst die getrennten Wege wieder zusammen. Unsere kirchliche Schule bietet damit einerseits den stärker fordernden Weg des G8-Gymnasiums, andererseits den entlastenderen und um ein Jahr längeren Weg durch die Sekundarstufe I der Realschule. So kann die Synthese aus sozialer Verpflichtung und klarer Leistungsorientierung gelingen.